Bewegte Zeiten

CORONA Updates

Corona - Aktuelle wirtschaftliche Einschätzung

Ken Blöcker, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Unterelbe-Westküste: „Wir verfügen in der Region grundsätzlich über eine sehr heterogene und kleinteilige Wirtschaftsstruktur mit wenig Abhängigkeiten zu einzelnen Branchen. Globale Wirtschaftskrisen treffen unsere Heimat daher meist weniger heftig als andere.

Wir haben dennoch nicht den Eindruck, dass die regionale Wirtschaft über den Berg ist. Als branchenübergreifender Arbeitgeberverband spüren wir weniger Optimismus, eher eine sehr große Unsicherheit bei den Arbeitgebern der Region. Die ausgesetzte Insolvenzanmeldepflicht sorgt bei der Kundenbeziehung für zusätzliche Unsicherheiten. Auftraggeber und Auftragnehmer trauen sich teilweise untereinander nicht mehr. Die Kreditvergabe der Banken wird bereits restriktiver. Warenkreditversicherer kündigen eigentlich gesunden Unternehmen den Versicherungsschutz. Keiner weiß wie hoch die Welle der Insolvenzen im kommenden Jahr sein wird. Fakt ist: Sie wird kommen. Dieses schwarze Loch sorgt für große Unsicherheiten. Insbesondere die industrienahen Unternehmen haben nach unserer Einschätzung noch nicht die Talsohle erreicht. Während der Lockdown unter anderem beim Einzelhandel, in der Gastronomie oder im Eventbereich unmittelbar existenzbedrohend wirkt, kommen beim produzierenden Gewerbe die Auswirkungen eher schleichend. Die betroffenen Unternehmen fragen sich, ob der Staat auch noch in einigen Monaten finanziell unterstützen kann und wird, wenn sie Hilfe brauchen.“

Hervorragend Informiert durch die Corona-Krise

Wertvolle Informationen und TipPs

Wir informieren unsere Mitglieder regelmäßig durch die Corona-Krise.
Profitieren auch Sie von unseren wertvollen Informationen und Updates!

COrona Update (Beispiel)

1. Hier finden Sie die veröffentlichte Ersatzverkündung der Landesverordnung zur Neufassung der Corona-Bekämpfungsverordnung in Schleswig-Holstein (in Kraft ab 18. Mai 2020). Einen allgemeinen Überblick über sämtliche Corona-Verordnungen und -Allgemeinverfügungen erhalten Sie für SH aktualisiert hier.

Außerdem ist die Verordnung zur Quarantänepflicht für nach Schleswig-Holstein Einreisende neu gefasst worden. Sie entfällt grundsätzlich für Personen, die aus Ländern der EU, Island, dem Fürstentum Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland einreisen; es gibt aber noch Fälle, in denen auch bei Einreise aus diesen Ländern dennoch eine Quarantänepflicht entstehen kann. Näheres entnehmen Sie bitte dem Verordnungstext.

2. Beratungskostenförderung: Die speziell für Unternehmen in Schwierigkeiten von der BAFA konzipierte Förderung (volle Erstattung der Beratungskosten) soll aufgrund zahlreicher Missbrauchsfälle eingestellt werden. Hier zwei Berichte zu diesem Thema:

https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/corona-hilfen-berater-101.html
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/corona-hilfe-betrug-unternehmen-1.4907504

3. Wenn Sie bei der Erarbeitung von Hygienekonzepten professionelle Unterstützung benötigen oder Mitarbeiterschulungen oder eine ärtztliche Begehung vor Ort wünschen, kommen Sie gerne auf uns zu. Wir können Experten benennen.

4. Unseren Mitgliedern stellen wir eine aktuelle Fassung der Finanzhilfen zur Verfügung. Eine Zusammenstellung der häufig auftretenden Fehler bei der Beantragung von Kurzarbeitergeld sowie Beispielfälle sind integriert. Außerdem sind Warnhinweise zu möglichen Betrugsversuchen bei der Antragsstellung von Corona-Soforthilfen berücksichtigt.

5. Die Ausnahmeregelung zur telefonischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wurde bis einschließlich 31. Mai 2020 (nach jetzigem Stand letztmalig) verlängert. Der Beschluss zur Verlängerung der Ausnahmeregelung tritt nach Nichtbeanstandung durch das Bundesministerium für Gesundheit und Veröffentlichung im Bundesanzeiger mit Wirkung vom 19. Mai 2020 in Kraft. Die Festlegung, dass es sich bei dieser Verlängerung um die letzte Verlängerung handeln soll, ist aus unserer Sicht zu begrüßen. Das Zulassen der telefonischen Erteilung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung war ein Ausnahmeinstrument für die akute Krisen-Situation. Sobald die Voraussetzungen einer solchen Situation nicht mehr vorliegen, muss eine Rückkehr zum Normalzustand erfolgen.

COrona Update (Beispiel)

1. Hier finden Sie alle relevanten Beschlüsse aus der Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs der Länder von gestern Abend, an der auch unser Ministerpräsident beteiligt war. Ein Augenmerk sollten Sie dabei auf Punkt 8 legen.

2. Es gibt erste Diskussionen über eine Soli-Vermögens(steuer)abgabe und einen Corona-Soli für Vermögende und Besserverdienende. Die Spitzenverbände der Wirtschaft haben im Gegenzug dessen ein Thesenpapier aufgestellt (4.5.). Dort wird Bürokratieminderung (z.B. Kassensysteme in Coronazeiten), Verlustberücksichtigung sowie Investitions- und Konsumförderung angemahnt. Das Schreiben ahben wir unseren Mitgliedern zur Verfügung gestellt.

3. In Sachen Kurzarbeit machen wir auf die Seite der Bundesagentur für Arbeit hinweisen. Dort finden Sie alle relevanten Informationen.

4. Die Landesregierung will das öffentliche Leben unter Auflagen wieder hochfahren.

ab 9. Mai: Die bislang geltende Verkaufsflächen-Beschränkung von 800 Quadratmetern im Einzelhandel wird aufgehoben. Mehr Informationen hier.
ab 18. Mai: Die heute vom Ministerpräsidenten vorgestellten Lockerungen finden Sie hier.

5. Wir stellen unseren Mitgliedern eine fortlaufende neue aktuelle Fassung der Zusammenstellung zu den Finanzhilfen des Bundes sowie von Hamburg und Schleswig-Holstein zur Verfügung.

6. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat hat ein Online-Verfahren entwickelt, mit dem Entschädigungsleistungen für Verdienstausfälle nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) beantragt werden können. Das Angebot ist unter folgendem Link erreichbar: https://ifsg-online.de/index.html. Der Antrag wird an die zuständige Behörde übermittelt, es bleibt damit bei der Zuständigkeit der Schleswig-Holsteinischen Behörden.

7. Startschuss für Sommer-Abschlussprüfungen in der Berufsausbildung: In dieser Woche rollt das Prüfungsgeschäft bei den IHKs sowie den HWKs und den Handwerksinnungen wieder an. Damit sollen alle Prüfungen bis zum Ende des Ausbildungsjahres am 31. Juli 2020 abgeschlossen sein. Unter Hochdruck arbeiten die Kollegen der IHKs daran, die Auflagen zu Hygiene- und Sicherheitsvorschriften vor Ort einzuhalten. Das gilt für die praktischen Prüfungen in Betrieben und Lehrwerkstätten genauso wie für die mündlichen und schriftlichen Prüfungen, bei denen vor allem die Abstandsregelungen eine wichtige Rolle spielen. Unsere Bitte: Bilden Sie soweit es Ihnen möglich erscheint weiter aus und geben Sie den Schulabgängern eine Perspektive. Es wird für die Westküste auch nach Corona wichtig sein, dass genügend Fachkräfte vorhanden sind, um die Nachfrage nach qualifiziertem Personal zu decken.

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