Ministerpräsident bei traditionellem Abend im Theater in Itzehoe

Ministerpräsident bei traditionellem Abend im Theater in Itzehoe

Nachdem der traditionelle Abend im Theater zwei Mal Corona bedingt ausfallen musste, konnte der Unternehmensverband Unterelbe-Westküste e. V. in dieser Woche fast 200 Gäste begrüßen.
Der Vorstandsvorsitzende, Lutz Bitomsky, begrüßte Gäste aus Politik und Wirtschaft. Er ging auf die derzeit schwierige und nicht vorhersehbare Situation wegen des Krieges in der Ukraine ein, einen Krieg mitten in Europa. „Wenn die Tragödie etwas Vernünftiges hervorgebracht hat, dann, dass die Politik sich schnell einigen kann, wenn es wichtig ist“, sagte Bitomsky.

Redner des Abends war der Ministerpräsident Daniel Günther. Dieser bedankte sich ausdrücklich für die Unterstützung in den vergangenen zwei Jahren durch die Wirtschaft und betonte die gute Informationsarbeit des UVUW an die Unternehmerschaft während der Corona-Krise. Er nannte den „Angriffskrieg“ von Putin skrupel- und rücksichtslos. Die Situation sei beklemmend, weil Putin keine Grenzen kennt. Dennoch betonte er, dass Deutschland mit Bedacht agieren müsse, weil der Krieg sonst nicht mehr begrenzt bliebe. Er betonte, dass Schleswig-Holstein an der Seite des ukrainischen Volkes stehe und helfe, wo es geht. Er habe Respekt vor der Positionsänderung der Bundesrepublik Deutschland hinsichtlich der militärischen Aufrüstung und der Einigkeit der Nato. Die sei das Einzige, was Putin beeindrucken könne.

„Wie wir grade erleben müssen, sind Demokratie und Freiheit keine Selbstverständlichkeit. Wir müssen Extremisten entschieden entgegentreten. Es ist unsere Bürgerpflicht für Freiheit und Demokratie zu kämpfen“, sagte Günther. Derzeit seien über tausend Flüchtlinge in Schleswig-Holstein und es würden bestimmt noch mehr.

Die Sanktionen gegen Putin werden jeden Bürger treffen, so Günther. Corona hat viele Menschen durch Kurzarbeit oder sogar Arbeitsplatzverlust bereits hart getroffen. Die steigenden Energiepreise werden gerade die Menschen besonders treffen, denen es jetzt schon nicht gut gehe und diese gelte es besonders zu unterstützen, betonte der Ministerpräsident.

Um sich vor der energiepolitischen Abhängigkeit zu schützen, hob er die ideale Ausgangslage Schleswig-Holsteins hervor und, dass viel Gutes daraus gemacht werden könne. Das LNG-Terminal in Brunsbüttel wird nun auch vom Bund finanziell unterstützt. Jetzt gelte es die Planungsprozesse für eine kurze Bauzeit zu beschleunigen, so dass in spätestens vier Jahren alles abgeschlossen sei. Beschleunigung müsse auch in der öffentlichen Verwaltung stattfinden. Diese selbst beschwere sich teilweise über schwerfällige Bürokratie.

100 Milliarden Euro möchte der Bund in die Bundeswehr investieren. Das Geld sei also da, Vergabe- und Planungsverfahren dauerten jedoch viel zu lang. „Wir müssen die Chance jetzt nutzen schneller zu werden“, sagte Günther mit Nachdruck. Corona habe den Notstand in der Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung gezeigt. Dort müsse dringend nachgebessert werden. Die Wirtschaft habe gezeigt, wie es geht und wesentlich flexibler mit digitalen Konzepten während der Corona-Krise reagiert.
Schleswig-Holstein müsse die Chance jetzt nutzen schneller zu wer-den. Die A20, der Netzausbau, der Fehmarn-Belt Tunnel seien nur einige Projekte. Er verwies auf das Nachbarland Dänemark, wo Planungsprozesse viel schneller erfolgten als in Deutschland. Beim Breitbandausbau sei Schleswig-Holstein im Vergleich zu allen anderen Bundesländern aber mit 58% schon weit voraus. Wenn es Schleswig-Holstein gelänge, noch mehr Unternehmen anzusiedeln, könne man das Wohlstandsgefälle in Deutschland umkehren.

Es gelte Fachkräfte zu binden, junge Menschen von Schleswig-Holstein und dem Unternehmertum zu begeistern, um Arbeitsplätze zu schaffen. „Wohlstand generiert nur das Unternehmertum!“, betonte Daniel Günther.

Abschließend gratulierte er dem UVUW zum 75jährigen Verbandsjubiläum und hob hervor, dass Politik und Wirtschaft gemeinsam in die Zukunft gucken und gehen müssen.
Der Ministerpräsident nahm sich abschließend noch Zeit, fragen aus dem Publikum zu beantworten und sprach noch lange mit den Gästen im Foyer des Theaters.

Zum Veranstaltungsformat Abend im Theater:
Auf dem traditionellen „Abend im Theater“ in Itzehoe blickt der UVUW seit 30 Jahren über den eigenen Tellerrand der alltäglichen Arbeit hinaus und nimmt sich mit einem Referenten Zeit für grund-legende Gedanken und diskutiert mit seinen Gästen. Die bisherigen Referenten können Sie hier einsehen: https://uvuw.de/abendimtheater/
Der UVUW ist ein Zusammenschluss von knapp 400 Unternehmen im Gebiet von Norderstedt bis zur dänischen Grenze. Gegründet wurde er vor 75 Jahren und hat sich zu einem wichtigen Sprachrohr der Wirtschaft an der Westküste und im Hamburger Umland entwickelt.
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