Ukrainekrise wird zu steigen Energiekosten führen

Ukrainekrise wird zu steigen Energiekosten führen

Die derzeitige Entwicklung in Russland und der Ukraine bleibt auch für die regionale Wirtschaft nicht folgenlos. Instabile politische Verhältnisse oder gar Krieg sind Gift für den Handel und lassen die Preise steigen. Die steigenden Preise wirken dämpfend auf die gesamtwirtschaftliche Post—Corona-Konjunktur auch an der Westküste. Wir müssen nun die konkreten Sanktionen von Seiten des Westens abwarten, um deren unmittelbare Folgen abschätzen zu können. Insbesondere die produzierenden Unternehmen der Westküste werden aber sicherlich durch immer weiter steigende Energiepreise die Folgen deutlich zu spüren bekommen.

Wie ganz Deutschland ist auch die Wirtschaft der Westküste abhängig vom russischen Gas. Darüber hinaus sind die direkten wirtschaftlichen Beziehungen mit Russland oder der Ukraine unserer Einschätzung nach marginal.

Es bleibt abzuwarten, wie das Sanktionspaket des Westens konkret aussehen wird. Russland spielt als Rohstoffexporteur eine zentrale Rolle, übrige Handelsbeziehungen zu einzelnen Branchen sind vergleichsweise unbedeutend. Es ist davon auszugehen, dass die Automobilzulieferbranche, der Maschinenbau, die Logistikbranche, die Ernährungswirtschaft, die Medizintechnik, die Metall- und Elektroindustrie oder auch die chemische Industrie teilweise betroffen sein werden. Alle Branchen werden verstärkt unter steigenden Energiekosten leiden.

Wir wünschen uns, dass es nicht zu einer Sanktionsspirale kommt. Der Wirtschaft ist aber bewusst, dass betriebswirtschaftliche Erwägungen hinter Völkerrechtsverstößen zurückstehen müssen. Wenn der Westen weiterhin geschlossen reagiert, wird Russland die Puste ausgehen. Bezüglich der Kostenbelastung erwarten wir eher einen Marathonlauf als einen Sprint. Von der Bundesregierung erwarten wir daher, dass sie insbesondere die produzierenden Unternehmen bei den Energieausgaben spürbar für diesen langen Weg entlastet. Die ohnehin geplante Befreiung von der EEG-Umlage ist eindeutig zu wenig. Die weitere Erhöhung der CO2-Preise muss mit deutlich spürbaren flankierenden Maßnahmen zur Entlastung von Unternehmen ergänzt werden. Bei der Stromsteuer und den Netzentgelten besteht noch Spielraum. Außerdem erwarten wir, dass der Genehmigungsprozess für den LNG Terminal in Brunsbüttel Fahrt aufnimmt.

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