Schwarz/Grün für Unternehmen kein Schreckgespenst

Schwarz/Grün für Unternehmen kein Schreckgespenst

Eine Umfrage unter den Mitgliedern des Unternehmensverbandes Unterelbe-Westküste e.V. (UVUW) hatte kurz nach der Landtagswahl ergeben, dass die meisten Arbeitgeber sich eine Fortsetzung von Jamaika oder eine schwarz/gelbe Koalition gewünscht hätten. Der Geschäftsführer des UVUW, Ken Blöcker, bedauert zwar, dass die FDP in der kommenden Regierung voraussichtlich keine Rolle spielen wird, sieht aber auch große Chancen gemeinsam mit Schwarz/Grün die Westküste voranzubringen:

„Aus Arbeitgebersicht waren wir mit der Arbeit der Jamaikakoalition der letzten Jahre nicht unzufrieden. Das haben auch unsere Umfragen der letzten Monate unter unseren Mitgliedern immer wieder bestätigt. Schwarz/Grün wäre aber grundsätzlich keineswegs ein Schreckgespenst für die Arbeitgeber. An unserer sogenannten Energieküste ist schwarz/grün in vielen Kommunen seit Jahren gelebte Praxis. Uns alle vereint das Ziel die Energiewende zu nutzen, um durch nachhaltiges Wirtschaften Wertschöpfung in Schleswig-Holstein entstehen zu lassen. Der möglicherweise kurze Draht der schwarz/grünen Landesregierung zum grünen Bundesminister Habeck würde bei vielen Bundesthemen wie der Wasserstofftechnologie ebenfalls Chancen für unsere Wirtschaft bieten.

Nach der Vorfestlegung auf die Grünen erwarten wir von der CDU, dass es ihr gelingt eine stabile Regierung zu bilden, die die gesamte Legislaturperiode hält. Die Wirtschaft braucht Stabilität und Planungssicherheit. Sollte in den kommenden Wochen bereits sichtbar werden, dass inhaltliche Unterschiede doch zu groß sind, sollten die Verhandlungsführer rechtzeitig die Reißleine ziehen.

Die Wirtschaft der Westküste hat in den kommenden Jahren enorme Chancen, zum Motor der schleswig-holsteinischen Wertschöpfung zu werden und viele neue Fachkräfte mit ihren Familien anzuwerben. Der Flaschenhals ist jedoch der Zeitfaktor. Der Klimawandel und die Transformationsgeschwindigkeit der Wirtschaft erlaubt keine Verzögerungen durch Politik und Verwaltung. Eine schwarz/grüne Landesregierung muss entsprechende Weichen stellen.

In der Fußballsprache könnte man sagen: Wir haben uns als Region in den zurückliegenden Monaten und Jahren diesen Elfmeter erarbeitet. Der Elfmeter muss jetzt nur noch verwandelt werden. Wir können jetzt in die erste Liga aufsteigen. Eine Relegation wird es nicht geben. Dann steigen andere auf.

Voraussetzung dafür ist, dass Planungs- und Genehmigungsverfahren verkürzt werden und der Turbo bei der Flächenerschließung für die Zuliefereransiedelung entlang der B5 und A23 gezündet wird. Der Netzausbau und die Verkehrsinfrastruktur mit allen relevanten Verkehrsträgern muss ausbaut werden. Projekte wie die A20 mit westlicher Elbquerung, der Fehmarn-Belt-Tunnel oder das LNG-Terminal in Brunsbüttel dürfen aus unserer Sicht nicht in Frage gestellt werden.

Der UVUW ist ein Zusammenschluss von knapp 400 Unternehmen im Gebiet von Norderstedt bis zur dänischen Grenze. Gegründet wurde er vor 75 Jahren und hat sich zu einem wichtigen Sprachrohr der Wirtschaft an der Westküste und im Hamburger Umland entwickelt.

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Auf der Homepage des UVUW finden Sie unter „Presseservice“ frei nutzbare hochauflösende Pressefotos des Vorsitzenden und der Geschäftsführung.

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